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Es geht wieder los

Gefühlt hat das Jahr gerade erst begonnen, schon neigt es sich wieder dem Ende zu. Die Tage werden wieder kürzer und in den Supermärkten taucht das sogenannte Herbstgebäck auf. Wobei sich hier die Geister scheiden, für die einen ist es ein Fest, wenn es endlich wieder Lebkuchen und Co. gibt. Die anderen schütteln fassungslos den Kopf darüber, dass gefühlt die Weihnachtsmänner die Osterhasen ablösen.

Auch wenn vielen Anfang September der Sinn noch so gar nicht nach weihnachtlichem Gebäck ist, scheint sich der frühe Start für die Supermärkte doch zu lohnen. Denn nach der langen Abstinenz lassen wir uns gerne verführen und greifen zu obwohl wir doch eigentlich nur das, was auf dem Einkaufszettel steht, kaufen wollten.

Auch wenn wir um die manipulativen Praktiken der Einzelhändler wissen, sind wir doch anfällig für all die Verführungen. Schnell sind dann alle guten Vorsätze über Bord geworfen und die Leckereinen landen im Einkaufswagen. Da hilft es auch nicht, wenn man sich vor Augen führt, dass die Aktionsflächen genau darauf ausgelegt sind, dass man auf seinem Weg durch die Regale daran vorbei kommt und zugreift. Das süße Glück in Herz-, Stern- oder Brezelform muss einfach mit.

Ich muss gestehen, dass ich zu den Ersten gehöre, die alle Jahre wieder selig mit zwei Packungen Lebkuchen den Laden verlässt. Ein Päckchen für mich, das andere für eine Freundin, die genauso verrückt danach ist, wie ich. Es kam schon vor, dass wir uns gegenseitig mit der ersten Packung des Jahres überrascht haben.

Auch die leiben Kollegen hatte ich schon im Frühherbst mit Lebkuchen versorgt. Und diejenigen, die noch am lautesten darüber gelacht hatten, habe ich kurze Zeit später erwischt, wie sie sich heimlich in der Kaffeeküche die letzten Lebkuchenherzen einverleibt haben. Die ersten sind halt die besten und danach lassen sämtliche Gelüste nach und man kommt wieder standfest an der Aktionsware vorbei.

Ganz unabhängig vom angebotenen Sortiment an Süßigkeiten weiß ich jetzt schon, dass gefühlt 99% aller meiner Mitmenschen kurz vor dem 24. Dezember völlig überrascht aus allen Wolken fallen. Denn auch wenn Weihnachten jedes Jahr auf denselben Tag fällt (wirklich, ich hab nachgesehen 😉), verdrängen wir es gerne bis auf die sprichwörtlich letzte Minute. Man kann sich also darüber aufregen, dass der Verkaufsstart von Lebkuchen und Spekulatius schon im Spätsommer beginnt.

Oder man nimmt es als Anlass für einen unauffälligen Lauschangriff auf die liebsten Mitmenschen. Denn jetzt kann man noch in aller Ruhe die Herzenswünsche herausfinden, statt zwei Tage vor der großen Bescherung zu fragen, was sich Kinder, Partner, Freunde und Familienmitglieder erträumen. Und vielleicht kommt man so auch um den großen Weihnachtsstress herum und kann statt in letzter Minute durch die Läden zu hetzten lieber gemütlich in einem Café sitzen und entspannt das bunte Treiben beobachten.

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4 thoughts on “Es geht wieder los

  1. Guten Morgen,
    wir warten mit den Lebkuchen tatsächlich bis zum ersten Advent und freuen uns dann richtig! Mit den Weihnachtsgeschenken oder überhaupt Geschenken sind wir aber früher dran. So habe ich im Juni eine Geburtstagskarte gekauft für eine Freundin, die im Dezember Geburtstag hat, einfach weil sie so gut gepasst hat. Wir halten immer die Augen offen, ob etwas gut passt. Nur bei den Kids klappt das nicht immer. Da kommen im August Wünsche wie „oh die Kopfhörer sind schön“. Aber aus Erfahrung weiß ich, bei Pubertierenden ändern sich die Wünsche im Wochentakt. Hier gebe ich eine Deadline vor, oft Ende Oktober. Dann haben wir noch genug Zeit.
    Liebe Grüße Julia

    1. Hallo Julia,
      am ersten Advent bin ich schon durch mit Lebkuchen aber da warten ja dann schon die selbstgebackenen Kekse. Das mit den Geschenken halte ich auch so, klappt leider nicht immer. Das ist mit Kindern dann sicher schwieriger. Erwachsene hingegen sind ja meist sehr genügsam (man hat ja alles) und freuen sich einfach über eine kleine Aufmerksamkeit oder dass man sich mal blicken lässt.
      LG
      Vanessa

  2. Es kann sich definitiv lohnen, früh genug an Weihnachten und an die Weihnachtsgeschenke zu denken. Ich verschenke auch gerne selbstgemachte Dinge und Kleinigkeiten zu Weihnachten und muss hier auch rechtzeitig anfangen, da ich es sonst nicht schaffe. Mit Weihnachtsgebäck warte ich aber tatsächlich bis zum Dezember, da ich den Herbst an sich als Jahreszeit mag.

    1. Ich kann mich über die kalte Jahreszeit so gar nicht freuen. Hab mich auch prompt verkühlt, obwohl ich sonst nie krank werde. Lebkuchen trösten da ein wenig.

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