Scanner Queen

Stock Fotos

Was soll ich sagen, das war nun wirklich eines der erfolglosesten Unterfangen von allen.

Mein Mann träumte schon seit Jahren davon, einen Tauchschein zu machen. Nachdem wir beide mit unser Studium abgeschlossen hatten, war es vor einigen Jahren dann endlich soweit. Wir blubbern nun regelmäßig durch Seen und Meere. Sehr schnell kam dann auch die erste Actionkamera mit Unterwassergehäuse und kurz darauf eine kompakte Unterwasserkamera (mein absoluter Liebling).

Bei einem passionierten Hobbytaucher fallen nach jedem Tauchurlaub Unmengen an Unterwasseraufnahmen an. Nach etlichen Tauchgängen ist das Auge entsprechend geübt und die Aufnahmen sind wirklich toll. Gerne lassen wir privat zu einem Bierchen und Musik nebenher die schönsten Bilder unserer Tauchgänge als Bildschirmschoner laufen. Wenn dann beim Bildschirmschoner mit Urlaubsfotos zwischendurch Aufnahmen von außerhalb des Wassers eingeblendet werden, springen einem diese pflichtschuldig geschossenen Dokumentationen von An- und Abreise, Hotel und obligatorischem Selfie wie Fremdkörper ins Auge. Daher war der Gedanke naheliegend, mit den ach so wunderbaren Bildern
aus der unbekannten Unterwasserwelt noch mehr Menschen zu begeistern. Und daraufhin ebenfalls naheliegend, dies über eine Stockfotoplattform zu tun. Da könnten ja eventuell Nebeneinkünfte rausfallen, die dann den nächsten Urlaub finanzieren… oder zumindest
den nächsten Kaffee am Flughafen. Also schnell mal bei ein paar Plattformen angemeldet und fleißig Fotos hochgeladen und mit entsprechenden Tags versehen.

Hier spielt wohl auch der Endownment Effekt (auch bekannt unter Besitztumseffekt, googeln könnt ihr selber) eine Rolle. Die schönen Unterwasserfotos können bei Freunden und Kollegen noch so viel Begeisterung auslösen. Im Vergleich zu den teilweise mit technischem Equipment hoch professionellen geschossenen Aufnahmen spielen die eigenen Fotos einfach nur in der Amateur-Liga. Und um hier tatsächlich Nebeneinkünfte zu generieren, braucht es einen langen Atem und auch ein bisschen mehr Investition (auch zeitlich). Ohne erste Erfolgserlebnisse war die Motivation dann auch schnell wieder weg. Die Bilder wurden von
den Plattformen zwar angenommen. Das heißt, sie waren technisch geeignet und haben zumindest die Eingangsprüfung überstanden. Allerdings wurde nicht ein einziges Bild tatsächlich verkauft.
Da kommt es natürlich auch auf die Zielgruppe an. Der Bedarf an Unterwasserbilder ist mit Sicherheit nicht so riesig. Da wären eine Handvoll Tauchmagazine, die sicher wesentlich höhere Ansprüche an die Aufnahmen stellen. Vielleicht noch ein paar Internetseiten, wer weiß.

Jedenfalls weiß ich jetzt, wie es funktioniert. Damit ist dann auch schon wieder das Interesse gedeckt.

Einige der Bilder dürft ihr bestimmt irgendwann auf diesem Blog bewundern.

Viel Spaß dabei.

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