DIY Scanner Queen

Resin / Epoxidharz

Da hat mich mal wieder die Begeisterung gepackt. Beim Scrollen durch endlosen Unsinn bin ich über ein Video gestolpert, in dem jemand eine Pusteblume in einer Würfelform kopfüber fixiert und mit klarem Epoxidharz übergossen hat. Danach wurde der fertige Würfel noch hübsch bearbeitet und bekam einen Sockel auf Holz mit einer Aussparung um das ganze auch noch mit LEDs von unten zu beleuchten.

Sah – natürlich – unglaublich einfach aus.

Tja, was soll ich sagen. Das Zubehör war schnell zusammen. Ein bisschen Giesharz, ein paar Silikonformen und ein paar Elektrobauteile. Das Ganze ist auch wirklich kinderleicht. Die Ergebnisse sind auch gar nicht schlecht, auch wenn ich das mit der Pusteblume weggelassen habe.

Als ordnungsliebender Minimalist fragt man sich natürlich, was man am Ende mit den ganzen Dingen machen könnte, die man so produziert. Ein kleines Nebeneinkommen wäre natürlich toll. Da bieten sich namenhafte Internetplattformen an. Die haben bereits die notwendige Infrastruktur und mit ihrer großen Reichweite auch genug potentielle Kunden. Schon leuchten die Dollarzeichen in den Augen. Wäre das nicht nett, neben dem Hauptberuf ein Hobby mit dem man sich verwirklichen und steinreich werden kann?! Naja, vielleicht ist da die Phantasie ein wenig mit mir durchgegangen.

Allerdings habe ich sehr schnell festgestellt, dass mir das fertige Produkte aus Epoxidharz gar nicht gefällt. Zu sehr erinnert mich das ganze an Plastik und wo ich so einen von unten beleuchteten Würfel hinstellen soll, keine Ahnung. Das Projekt wurde als noch vor der Fertigstellung abgebrochen. Zu schade wären Material und Aufwand gewesen.

Immerhin erspare ich meiner Umgebung so einzigartige selbstgemachte Geschenke. Niemals würde ich meiner Schwiegermutter noch einen Staubfänger aufhalsen. Ich kann si e nämlich ganz gut leiden. Was ich mir also selbst nicht in die Wohnung holen würde, mute ich auch niemandem anderen zu.

Glücklicherweise habe ich es mit der Anschaffung von Zubehör nicht übertrieben. Ein paar Farben und Kleinteile für Schmuck habe ich in einem örtlichen Tauschschrank freigelassen. Die Sachen waren erstaunlicherweise sogar schon weg, als ich dort eine Woche später nach Büchern geschaut habe. Sämtliche Arbeitsergebnisse sind kurzerhand im Müll gelandet. Das schlechte grüne Gewissen lässt sich leider nicht so einfach entsorgen. Die Formen hingegen habe ich behalten. Die dürfen nun bei einem neuen Projekt zusammen mit dem Elektronikzubehör begleiten. Doch dazu ein andermal mehr.

Wer dennoch neugierig ist und das ganze mal ausprobieren will – es gibt tolle Einstiegssets für wenig Geld und endlos viele Variationen. Bestimmt ist das auch was Feines für (nicht mehr ganz so kleine) Kinder, die sich gerne kreativ austoben. Zumindest ist es superspannend und wem das Material gefällt, der kann daraus krasse Kunstwerke schaffen.

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