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Staycation – Urlaub für Daheimgebliebene

Sommer und Urlaub gehören für viele untrennbar zusammen. Nicht nur bei Familien, die an die Schulferien gebunden sind. Fast jeder plant in den Sommermonaten zumindest ein paar freie Tage. Das schöne Wetter will man schließlich nicht komplett bei der Arbeit verbringen – auch wenn es nicht garantiert ist, dass der eigene Urlaub von Regen und Kälte verschont bleibt.

Doch nicht jeder will oder kann im Urlaub auch verreisen. Zwar ist die Reiselust nach wie vor hoch und nach langen Beschränkungen möchte man wieder raus in die Welt. Doch Angesichts gestiegenen Preisen aufgrund Inflation und hoher Nachfrage kann und will es sich vielleicht nicht jeder leisten, zu verreisen.

Und wäre das nicht Grund genug, kommt auch noch Chaos an den Flughäfen mit unzähligen gestrichenen Flügen dazu. Mit solchen Aussichten weiß man kaum, was man denn buchen soll und Urlaubsvorfreude kommt kaum auf.

Eine stressfreie Alternative ist da der Urlaub in den eigenen vier Wänden. Natürlich kann dieser einen Tapetenwechsel nur bedingt ersetzten. Doch mit ein paar Tricks kommt auch daheim Urlaubsfeeling auf.

Wichtig ist vor allem, dass man sich eine Abwechslung zum Alltag schafft. Und auch mit kleinem Budget kann man zu Hause viel erleben. Das ist nämlich genau die Gelegenheit, auf die wir gewartet haben um endlich mal all die Aktivitäten anzugehen, für die wir sonst zu wenig Zeit haben.

1. Die Umgebung erkunden

Jeden Tag nehmen wir dieselben Wege zur Arbeit, zum Einkaufen, zur Schule und wo wir halt sonst noch so hin müssen. Manchmal sieht man eine Abzweigung und überlegt, wo diese denn hinführen könnte. Oder man bleibt einfach mal bis zur Endhaltestelle im Bus und schaut sich an, wo man raus kommt.

2. Picknick

Wenn wir schon beim Erkunden der Umgebung sind, könnten wir die Gelegenheit gleich nutzen und uns mit einem Rucksack voll Leckereien und Decke ausrüsten. Dann braucht es nur noch ein schönes Fleckchen Erde oder eine gemütliche Parkbank.

3. Eine Nacht unterm Sternenhimmel

Zugegeben, das ist vielleicht nicht für jeden so leicht umsetzbar. Ein eigener Garten oder Balkon ist natürlich von Vorteil. Wer bei den lästigen Stechmücken besonders beliebt ist, sollte sich entsprechend schützen.

4. In Geschichten abtauchen

Endlich mal stundenlang in der Urlaubslektüre versinken und sich durch nichts und niemanden stören lassen. An fremde Orte träumen oder in fantastischen Abenteuer der Realität entfliehen – diesen Luxus haben wir im hecktischen Alltag selten. Dabei können wir besonders gut abschalten und uns neue Welten erschließen.

5. Etwas Neues lernen

Wer schon immer mal mit einem neuen Hobby geliebäugelt hat, könnte die Zeit auch nutzen, um den eigenen Horizont zu erweitern. Alternativ kann man etwa auch eine neue Sprache oder Sportart für sich entdecken. Vielleicht lässt sich das ja sogar mit einem Kurs verbinden und später (in kleineren Dosen) in den Alltag hinüberretten.

6. Den Blickwinkel wechseln – als Tourist in der eigenen Stadt

Im Alltag haben wir oft gar nicht den Blick für all die schönen Orte und Sehenswürdigkeiten in unserer direkten Umgebung. Wander oder Fahrradfahren erweitert unseren Radius zusätzlich. Meist weiß man nicht einmal, was es vor der eigenen Haustür an Möglichkeiten gibt. Höchste Zeit also für einen Perspektivenwechsel und die eigene Gegend mal aus mit Augen eines Fremden zu betrachten. Und in Zukunft sind wir der beste Reiseführer für unsere Besucher. Auf diesem Reiseblog gibt es zu dem Thema noch ein paar schöne Tipps.

7. Apropos Besuch

Wie wäre es, mal wieder Zeit mit lieben Menschen zu verbringen. Im Alltagsstress bleibt das viel zu oft auf der Strecke. Dabei ist kaum etwas so Wichtig für unser geistiges Wohlbefinden. Wenn die Entfernung zu groß ist, kann man sich natürlich auch online treffen. Oder man lädt einfach alle Freunde zu einer großen Sommerparty ein, optional vielleicht mit anschließender Pyjamaparty.

8. Kultur erleben

Der Sommer ist die Zeit der Festivals und Open Air Konzerte. Gemeinsam feiern und unvergessliche Momente sammeln, bringt definitiv Abwechslung und lässt das Urlaubsfeeling lange nachwirken. Wer es ein bisschen leiser bevorzugt, besucht vielleicht endlich mal die Ausstellung im Museum, für die man sich schon so lange interessiert.

9. Wirtschaftsförderung

Wer auf eine größere Reise verzichtet, hat vielleicht an andere Stelle ein bisschen Geld übrig und kann sich damit den Urlaub zu Hause mit einen kleinen Urlaubsbudget versüßen. In dem Fall könnten wir uns ein bisschen verwöhnen, indem wir andere für uns kochen lassen. Mal ein Restaurant testen, dass man sich sonst nicht gönnt oder einfach etwas öfter die Vorzüge genießen, wenn jemand anders hinterher die Küche aufräumen muss – damit unterstützt man nebenbei die lokalen Unternehmen und Wirte.

10. BestOf

Erstelle dein eigenes Ranking mit deinen liebsten Sommerhits. Diese Liste kann dir dein Urlaubsfeeling dann in den Alltag hinüberretten. Natürlich kann man auch eine ganze Menge anderer Lieblingslisten erstellen, man hat ja nun endlich die Zeit sich die besten Filme aller Zeiten anzuschauen. Oder, etwas kreativer, man könnte zum Beispiel ein Eisdielen-Hopping veranstalten.

11. Klar Schiff

Eigentlich sollte man im Urlaub ja nicht unbedingt schuften. Allerdings kann so eine neu gestaltete Wohnung, eine frisch gestrichene Wand oder ein ausgemisteter Kleiderschrank auch unglaublich befriedigend sein. Und womit man seine Zeit verbringt, geht ja sonst niemanden etwas an.

Natürlich ist nicht jeder Tipp bei jedem Wetter passend. Und man sollte auch nicht zu streng mit sich sein. Es ist überhaupt nicht schlimm, wenn man eben nicht jeden einzelnen Tag mit Aktivitäten füllt sondern sich auch einfach mal treiben lässt. Das man seine Zeit selbstbestimmt und nach eigenen Bedürfnissen  verbringt, ist schließlich eine der schönsten Eigenschaften von Urlaub.

Und nicht vergessen – ein großer Vorteil des Verreisens ist, dass man sich nicht mit alltäglichen Dingen wie Putzen und Aufräumen beschäftigen muss. Aber ihr habt Urlaub! Also lasst den Dreck einfach mal Dreck sein und legt mit gutem Gewissen die Füße hoch. Und falls die Wäsche ausgeht – verbringt den Tag doch einfach im Freibad, in Badesachen 😉

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4 thoughts on “Staycation – Urlaub für Daheimgebliebene

  1. Hallo,

    schöner Beitrag und tolle Ideen! Ich organisiere beruflich eine Sommerfreizeit für Kinder. Noch nie haben mir so viele Eltern erzählt, dass sie sich Urlaub nicht leisten können. Daher sind solche Tipps wie deine echt toll.
    Und die Vorteile liegen auf der Hand: im eigenen Bett schläft es sich oft besser, die Anreise entfällt, meist ist mehr Platz als im Mobilhome, dem Hotelzimmer oder der Ferienwohnung…
    Mit ein bisschen Planung – damit der Urlaub zu Hause nicht wie Alltag wirkt – kann man auch zu Hause eine schöne Zeit verleben.
    Liebe Grüße Julia

    1. Ja, das mit dem eigenen Bett ist auch ein guter Punkt. Als Minimalist auf Reise habe ich allerdings oft mein eigenes Kissen dabei, damit der kleine Koffer voll wird. Da schläft es sich dann auch schon sehr gut 🙂

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