DIY Scanner Queen

Mal eben eine Android App programmieren – einfacher als man denkt

Oft entsteht aus einer Beschäftigung eine neue Fragestellung. Besser gesagt, aus dem einen Hobby entsteht ein anderes. So hat auch das Pauken von Vokabel beim Lernen einer neuen Sprache dazu geführt, dass ich mich auf die Suche nach einer sehr simplen App als digitales Vokabelheft gemacht habe. Wie es aber so ist, wenn man schon ganz genaue Vorstellungen hat – das passende habe ich nicht gefunden (scheint aber ein persönliches Thema zu sein, bei Kleidung geht es mir nämlich genauso).

Als gelernter Softwareentwickler ist es keine große Sache, sich eine neue Programmiersprache anzueignen. Wenn man einmal das Grundprinzip verstanden hat, ist der Rest ein Kinderspiel. Klar gibt es einige grundlegende Unterschiede aber darauf will ich an dieser Stelle gar nicht eingehen. Ich habe also kurzerhand beschlossen, mir die Programmierung von Android-Apps anzueignen. Die Idee geisterte mir schon länger im Kopf herum aber bisher hat der Anlass gefehlt.

Nachdem ich wegen der damals noch laufenden Garantie anfangs davor zurückgeschreckt bin, mein Handy in den Entwicklermodus zu versetzen, sehe ich das mittlerweile entspannter. Allerdings ist mein Handy auch nicht mehr das Neueste und der Forscherdrang war einfach größer als die Vorbehalte. Und wenn man sich nicht allzu blöd anstellt, was soll dann auch schon groß passieren.

Die benötigte Entwicklungsumgebung ist hier kostenlos erhältlich und schnell runtergeladen. Für die Installation sollte man allerdings einige Zeit einplanen. Hochmotiviert habe ich auf den „Install“-Button geklickt und dann erst mal ziemlich lange gewartet, bis es dann losgehen konnte. Viele Tassen Kaffee und einigen Tutorials (das Internet bietet zum Glück reichlich davon) später konnte ich dann endlich starten.

Der große Vorteil von Android ist, dass man wirklich viele Informationen und Beispiele im Internet finden kann. Mit ein bisschen Vorwissen kann man eigentlich sofort anfangen. Große Investitionen in Fachliteratur und/oder Kurse sind gar nicht notwendig.

Für meinen Eigenbedarf wollte ich mir einen ganz einfachen Vokabeltrainer programmieren. Mir war es wichtig, dass ich eigene Vokabeln eintragen kann und dass die Wörter je nach Lernfortschritt mehr oder weniger häufig wiederholt werden.

Das tückische am Programmieren ist, dass man ganz schnell jegliches Zeitgefühl verliert. Denn die Erfolgserlebnisse stellen sich schnell ein und motivieren einen, dran zu bleiben. Gerade, wenn man sich kreativ austoben möchte, kann man sich mit dem Design und der Umsetzung einer grafischen Oberfläche stundenlang beschäftigen.

Natürlich prägt einen auch die Erfahrung. Es ist zwar wirklich schön, sich mal völlig frei auszutoben. Doch die Ansprüche an die Umsetzung sind doch ein bisschen höher. Ich habe mir also erst mal Gedanken über die benötigten Funktionen gemacht und mir eine gute und erweiterbare Struktur überlegt.

Nachdem sämtliche Herausforderungen gelöst waren und die funktionierende App auf meinem Handy lief, war das Thema für mich aber auch schon wieder abgeschlossen. Im Arbeitsalltag habe ich auch genug Sprachtraining, so dass die App bald gar nicht mehr so interessant war. Und aktuell besteht kein konkreter Bedarf für eine neue Anwendung. Zu den meisten Themen gibt es auch schon so endlos viele Angebote, da muss ich nicht auch noch mitmischen.

Wer weiß, vielleicht juckt es mich mal wieder in den Fingern. Ein paar Ideen hätte ich…

Im Übrigen habe ich nach dem Schreiben dieses Textes mal wieder die App geöffnet. Und dabei gemerkt, dass doch schon einige Vokabeln wieder in Vergessenheit geraten. Es ist halt doch ein Unterschied, ob man im beruflichen oder im privaten Kontext miteinander spricht. Offensichtlich ist es Zeit für ein bisschen mehr Smalltalk 🙂

Sei der Erste, der diesen Beitrag teilt!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.