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Ein schwerwiegendes Hobby – mit Beton kreativ austoben

Nachdem ich meine Spielereien mit Epoxidharz/Resin nach kurzer Zeit eingestellt habe, bin ich über das Thema Kreativ-Beton gestoßen. Keine Ahnung, wie das passiert ist aber ganz schnell war ich Feuer und Flamme und habe mich durch diverse Internetseiten geklickt. Wenn man sich die Anleitungen anschaut, scheint das nicht allzu schwierig zu sein.

Es gibt allerdings verschiedene Techniken und entsprechend sollte auch das Ausgangsmaterial ausgewählt werden. Grundsätzlich sollte man unterscheiden, ob man eine Gussform verwendet oder den Beton modellieren möchte.

Wer generell lieber mit einer eher festeren Masse arbeitet, der sollte wohl am besten zum etwas teureren Kreativbeton aus dem Bastelfachgeschäft greifen. Damit lassen sich alle möglichen Figuren formen und man spart sich die etwas staubige Angelegenheit des Anrührens.

Ebenso beachten sollte man die Zeit, die das Material zum Aushärten braucht. Als Anfänger und jemand der sich in der Freizeit nicht gerne von außen stressen lässt wäre Schnellzement mit Sicherheit nicht gerade die optimale Wahl.

Da ich generell eher erst mal mit kleinem Budget in ein neues Projekt starte, habe ich mich für die günstige Baumarktvariante entschieden. Der Sack gewöhnlicher Beton aus dem Baumarkt ist um Längen günstiger. Man kann sich sogar mit Quarzsand und Zement seinen eigenen Beton anmischen. Für einen ersten Versuch mit einer kleineren Menge wollte ich aber mit dem Standartprodukt starten. Womit ich allerdings nicht gerechnet habe, sind die vielen unterschiedlichen Varianten von Beton, die im Baumarkt angeboten werden. Das nächste Mal suche ich mir einen kleineren Laden mit weniger Auswahl. Ich bin bestimmt eine halbe Stunde durch das Sortiment geirrt. Es gab sogar eine Sorte für den Kreativbedarf, die dann natürlich wieder ein bisschen teurer ist. Am Ende habe ich mich für Beton-Estrich entschieden. Zum Gießen ist der ideal und die Verarbeitung ist einfach. Weiteres Auswahlkriterium waren Preis uns die verhältnismäßig kleine Verpackungsgröße. Ich wollte ja nicht gleich eine ganze Blumentopfmanufaktur eröffnen.

Da ich kein sonderlicher Dekorationsfan bin, habe ich mir natürlich so meine Gedanken gemacht, was man den sinnvolles herstellen könnte. Nach ein bisschen Inspiration aus dem Netz habe ich mich für Blumentöpfe entschieden. Da ich gerade mit ein paar Ablegern meinen leider bisher nicht so grünen Daumen trainiere, habe ich so auch gleich ein hübsches Heim für die Überlebenden. Die ersten Pflänzchen durften auch schon in Beton-Unikate einziehen.

Die Lernkurve ist bei diesem Unterfangen erfreulich steil gewesen, so dass sich schnell Erfolge eingestellt haben.

Von meinem Epoxidharz-Exkurs hatte ich zwar auch noch einiges an passendem Zubehör, doch die ersten Versuche mit der Würfelgussform waren ein bisschen (mehr) verunfallt. Die haben dann irgendwann still und heimlich das Haus verlassen.  Für den perfekten Blumentopf habe ich mir dann doch eine Gussform zugelegt. Wenn es gut läuft, dann übersteht sie auch noch ein paar Runden. Mittlerweile habe ich auch die richtige Dosierung zum Einölen raus. Silikonspray funktioniert hier im Übrigen nicht halb so gut wie ein gewöhnliches Speiseöl.

Zusätzlich kann man die Masse mit Pigmenten einfärben, wodurch man schöne Effekte erhält. Ich arbeite – was für eine Überraschung – am liebsten mit schwarzem Pigment.

Dank der Vorkenntnisse mit Epoxidharz war auch schnell die ideale Methode zum Abdichten der Blumentöpfe gefunden. Dafür eignet sich die klare Gussmasse – im Gegensatz zur Acrylfarbe, die wir noch im Keller hatten – nämlich hervorragend. Letztendlich zeigt sich hier wunderbar, dass auch Fehlversuche, abgebrochene Projekte oder aufgegebene Hobbies nicht umsonst waren. Manchmal entsteht etwas Neues daraus. Manchmal helfen einem die Erfahrungen, die man gemacht hat, bei einem späteren Projekt. Und am Ende ist die Hauptsache ja, dass es Spaß gemacht hat, etwas auszuprobieren und etwas zu lernen.

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