Finanzen

Kleine und große Konsumsünden – wie ich mein Geld [nicht] loswerde

Alles wird teurer. Das war schon immer so und wird sich auch in Zukunft kaum ändern. Im Moment geht es nur einfach noch viel schnelle als üblich.

Daher hier mal eine Liste der besten Möglichkeiten, sein Geld loszuwerden. Natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit und in zufälliger Reihenfolge.

Nicht selbst kochen

Fertigprodukte sind schnell und einfach zubereitet. Gerade wer nicht viel Zeit hat, nutzt gerne solche Convenience Produkte müssen nicht per se ungesund sein. In den meisten Fällen sind sie aber um einiges teuer als dieselben Zutaten im unverarbeiteten Zustand. Wer selber kocht, spart also bares Geld und weiß dazu noch genau, was in seinem Essen drin ist oder eben nicht. Gerade im Hinblick auf Zucker, Salz und dem obligatorischen Chemiebaukasten kann eine selbst zubereitete Mahlzeit also zusätzlich vorteilhaft sein.

Hin und wieder kann man natürlich auch essen gehen. Das Geld ist meist gut angelegt und man unterstützt so auch die lokale Gastronomie. Es muss nur vielleicht nicht jeden Tag sein…

Markenprodukte – egal,  ob bei Kleidung, Kosmetik oder Nahrungsmitteln

Manch einer glaubt, wenn er nur die richtigen Namen auf der Kleidung stehen hat, würde er (wo auch immer) dazugehören. Amüsanter Weise schmeißen diese Zeitgenossen den Unternehmen auch Unmengen Geld in den Rachen, um als wandelnde Litfasssäule durch Leben gehen zu können.

Auch bei Lebensmitteln greifen viele zu den altbekanten Marken. Doch diese sind nicht automatisch besser. Ein namhafter Hersteller eines Schoko-Nuss-Aufstrichs hat vor einiger Zeit seine Rezeptur verbessert. Natürlich nicht zum Vorteil der Verbraucher. Der vergrößerte Anteil an Zucker und Fett war nicht nur deutlich an der helleren Färbung zu erkennen, das Produkt hat auch sehr an Geschmack eingebüßt. Die kleinen Bio-Labels bieten glücklicherweise leckeren Ersatz und ich kann nur jedem empfehlen, sich da mal durchzuprobieren.

Stromfresser im Dauerbetrieb

Dass Geräte im Standbybetrieb Strom verbrauchen, sollte mittlerweile jedem bekannt sein. Alles, was gerade nicht genutzt wird, sollte daher vom Netz getrennt werden. Ganz perfide war mal ein Lautsprecher bei dem hinter dem Stoffbezug eine unscheinbare LED leuchtete. Schaltbare Steckdosen schaffen hier schnell Abhilfe. Diese verbrauchen zwar ebenfalls Energie. Aber im Vergleich zu den anderen Verbrauchern ist das zu vernachlässigen. Und wer für einige Zeit nicht zu Hause ist, sollte einfach alle Stecker ziehen.

Coffee to go (womöglich auch noch täglich)

Da ich Kaffee grundsätzlich nicht aus Papp- oder Plastikbechern trinke, weiß ich ehrlichgesagt gar nicht, was so ein Coffee to go kostet. Ich nehme jetzt einfach mal an, das ein einfacher schwarzer Kaffee für 2 € zu haben ist. Der Coffee to go steht ja auch nur stellvertretend für die tägliche, Ausgabe, die sich aber über das Jahr zu einem ganz schönen Berg aufsummiert. Wenn ich nämlich jetzt den täglichen Weg zur Arbeit, das sind im Schnitt 220 Arbeitstage im Jahr, mit den 2 € multipliziere, komme ich auf ganze 440 €. Nur für Kaffee! Und dann auch noch im Becher. Der am zu heißen Kaffee verbrannte Gaumen ist da noch nicht mit eingerechnet.

Da gönne ich mir lieber gelegentlich einen richtig guten Cappuccino, im Café aus einer richtigen Tasse. Selbst wenn dafür ich großzügig 40 € im Jahr dafür veranschlage, bleibt noch eine ganze Menge Kohle übrig.

Shopping als Freizeitbeschäftigung

So ein Schaufensterbummel kann kurzweilig und inspirierend sein. Es sollte jedoch nicht damit enden, dass man vollbehangen mit Tüten nach Hause kommt, obwohl man eigentlich gar nichts braucht. Ebenso sollte man nicht aus Frust oder Langeweile durch verschiedenste Onlineshops surfen und sich den Warenkorb vollpacken (außer, man schließt die Seite, ohne den Bestellvorgang abzuschließen). Es gibt mit Sicherheit bessere Hobbies als Shopping. Vielleicht hilft es ja, stattdessen raus in Grüne zu gehen oder, falls das Wetter nicht mitmacht, einfach mal wieder ein Buch zu lesen.

Neuwagen kaufen

Wer auf ein Auto angewiesen ist, kann hier eine Menge Geld verjubeln. Schon mit der Fahrt vom Hof hat sich der Wert eines Autos reduziert. Allein deshalb, weil das Objekt der Begierde ja jetzt nicht mehr neu ist. Ein junger gebrauchter, der noch nicht mit Alterszipperlein kämpft, ist mit Sicherheit die günstigere Alternative.

Teure Verträge (Strom, Handy, …) nicht vergleichen und wechseln

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier und von Natur aus eher träge. Das machen sich die Unternehmen zu nutzen. Gute Angebote gibt es meist nur für Neukunden. Dank Vergleichsportalen und neuer, verbraucherfreundlicher Gesetzgebung (einmonatige Kündigungsfrist) ist der Wechsel einfach. Selbst wenn man eigentlich ganz zufrieden ist, lohnt es sich, nach einem besseren Angebot zu fragen. So zahle ich etwa ein Drittel weniger für meinen Handyvertrag, nur weil ich mal ein paar Minuten mit dem netten Herrn von der Hotline gesprochen habe.

Ungenutzte Abos (Fitnessstudio, Streamingdienste, …) nicht kündigen

Manchmal ändern sich die Lebensumstände einfach. Und dann kann es vorkommen, dass man eben nicht mehr regelmäßig die neusten Serien verschlingt. Oder man hat das Laufen im Wald für sich entdeckt und so ein stickiges Studio ist dagegen einfach nicht mehr so verlockend. Die ungenutzten Abos kosten nicht nur Geld, sondern verursachen uns oft auch noch ein schlechtes Gewissen. Ganz klarer Fall von „Das kann dann mal weg“.

Rauchen

Steht hier stellvertretend für alle teuren Suchtmittel. Natürlich ist einem Raucher klar, dass er weder seiner Gesundheit noch seinem Geldbeutel einen Gefallen tut.

Deko Ramsch

Wer´s mag, dekoriert seine 4 Wände regelmäßig um. Anlässe gibt es genug und längst wechselt das Angebot im Rhythmus der Jahreszeiten. Neben dem klassischen Wohnungsschmuck zu Weihnachten und Ostern kommt nun allerhand neue anlassbezogene Dekoration, z.B. für Valentinstag oder Halloween dazu. Es muss aber nicht immer alles neu sein, manchmal reicht ein blühender Zweig (Frühling) oder ein paar Kastanien und Tannenzapfen (Herbst). Und seinen Mitmenschen muss man auch nicht alles zumuten, oft ist weniger mehr.

Haustiere

Die gehören zur Familie. Immer. Und ohne Diskussion. Wer sich Haustiere hält, weiß aber auch, dass die Haltungskosten nicht unerheblich sind. Neben dem täglichen Futter (natürlich nur das Edelste für den kleinen Gourmet) schlagen vor allem Besuche beim Tierarzt ein großes Loch ins Haushaltbudget. Daher sollte man sich vor der Anschaffung genau informieren. Denn man übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen und hat dieses bestmöglich zu versorgen. Auch da gibt es keine Diskussion.

Sparbuch

Hier verhält es sich genau umgekehrt. Spare ich mein Geld auf einem Sparbuch, verliert es über die Zeit an Wert. Hier ist die Sünde also, also nicht getätigter Konsum. Ich rede jetzt nicht davon, es auf den Kopf zu hauen. Es geht vielmehr darum, sein Geld anständig zu investieren, z.B. indem man Unternehmensanteile konsumiert.

Die Liste ließe sich bestimmt noch fortsetzen und um Themen wie etwa Nachhaltigkeit erweitern. Wem noch etwas einfällt, der darf das gerne als Kommentar ergänzen.

Sei der Erste, der diesen Beitrag teilt!

2 thoughts on “Kleine und große Konsumsünden – wie ich mein Geld [nicht] loswerde

  1. Hallo Vanessa,

    da kann ich dir nur zustimmen. Ich kenne viele Menschen die noch nie den Stromanbieter, Telefonanbieter etc. gewechselt haben, weil es ihnen zu aufwändig erscheint. Dass eine Familie so mehrer huntert Euro im Jahr sparen kann, scheint ihnen egal zu sein oder sie wissen es einfach nicht.
    Wir selbst haben seit Jahren einen Hund und ja, die kosten sind nicht ohne. Im vergangenen Jahr waren es für unsere kleine, gerettete Griechin 563 Euro, nicht eingerechnet die Gebühren welche wir im Urlaub mehr zahlen. Und gesund war sie auch das ganze Jahr. Das muss man sich leisten wollen. Wir haben uns vor 9 Jahren für die Kleine entschieden, wissen aber auch, dass dies unser letzter Hund ist.
    Ansonsten haben wir kein Deko, keinen Ramsch, keine Verträge für Fitnessstudios usw., keine Süchte 😉 und keine unnötigen Verträge. Wir kochen weitgehend selbst, radeln was geht und gehen recht selten essen. Weniger weil wir es nicht mögen, sondern weil es mit zwei Teenagern doch gleich einiges kostet.
    Wir haben die Preissteigerungen der Vergangenheit auch mitbekommen und freuen uns, dass wir für vieles kein Geld ausgeben bzw. die Ausgaben gut überdenken.

    1. Hallo Julia,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Von euch könnten wir uns noch einiges abschauen. Vor allem was das Radeln angeht. Immerhin schaffen wir es meistens, den Süßkram im Laden zu lassen. Aber da ist noch Luft nach oben 🙂
      Liebe Grüße
      Vanessa

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.