Minimalismus

Inventur – jetzt doch!

Bis jetzt habe ich mich immer gegen eine Inventur meines Kleiderschrankes gesträubt, bzw. es war mir schlichtweg egal. Solange der Platz in den Fächern ausreicht und man nicht über lang verschollene Schrankleichen stolpert, besteht ja kein akuter Handlungsbedarf.

Doch Tina hat gezählt und so war ich dann doch neugierig. Und es hat sich angeboten – die gesamte Wäsche befindet sich gerade im Schrank, auf der Wäscheleine und an mir. Und es regnet. Also hab ich die Gunst der Stunde, bzw. des leeren Wäschekorbes genutzt und rigoros alles – also wirklich alles – durchgezählt. Erst im Kopf und dann nochmal direkt. Warum alles? Weil mir das zu kompliziert ist mit den Ausnahmen. Was, wenn ich das T-Shirt zum Sport trage?! Oder dasselbe Shirt in Ermangelung von Nachtwäsche als Schlafanzugersatz im Bett, weil ich als Übernachtungsgast bei Freunden nicht so gerne als Flitzer rumrenne?! Einzige „Regel“: was paarweise kommt, wird paarweise gezählt.

Ich bin kein großer Fan von genauen Listen über Schrankinhalt und solange ich weiß, was drin ist, halte ich das für Beschäftigungstherapie – was es in Anbetracht des bescheidenen Wetters ja auch ein bisschen war. Da ich aber (mal wieder) über einen Beitrag gestolpert bin, in dem die Vorteile einer Capsule Wardrobe über den Klee gelobt wurden, wollte ich mir auch mal ein Bild machen. Realitätscheck sozusagen.

Erstaunlicherweise habe ich ganz schön viel zum rein kuscheln und das ist erstaunlicherweise auch ganz schon viel in Verwendung.  Deswegen gibt’s eine eigene Kategorie für Homewear, die hier so kreativ benamte Kleidungsstücke wie Kuschelhose, Kuschelsocken und Kuschelpulli unter sich vereint.

Die Tabelle von Ines Meyrose ist ein idealer Einstiegspunkt. Ich hab sie ein bisschen auf links gedreht und farblich an meinen Schrankinhalt angepasst, Ines möge mir verzeihen. Am Ende ist halt jeder Kleiderschrank ein bisschen anders.

Wenig überraschend ist für mich die Menge der Ohrringe. Die Creolen bleiben Tag und Nacht drin, manchmal wechsle ich zwischen der schlichten und der verzierten Variante. Die Ohrringe nehme ich daher auch gar nicht mehr als Schmuck war, ebenso wie die Armbanduhr, die ich, außer beim Duschen, immer Handgelenk trage. Minimalistisch ist auf jeden Fall die Farbauswahl, beim Rest würde ich mich eher als durchschnittlich einordnen. Definitiv fehlt es mir an nichts!

Bei Socken hätte ich mehr erwartet und bei T-Shirts mehr erhofft. Andererseits kann dank weniger T-Shirts auch der Wäscheberg gar nicht erst allzu groß werden. Selbst wenn man noch so wenig Lust zum Waschen hat, braucht man ja hin und wieder frischen Nachschub und zu zweit bekommen wir die Maschine auch immer gut voll.  

Laut dieser Definition einer Capsule Wardrobe umfasst diese 37 Kleidungsstücke pro Quartal. Wer sich das ausgedacht hat, hat die Rechnung meiner Meinung nach ohne den April (und sonstiges Übergangswetter) gemacht. Gerade, wenn sich sommerliche Tage mit Schneegraupel und Temperaturstürzen abwechseln, bin ich froh, wenn ich ungehinderten Zugriff auf meine gesamte Garderobe habe.

Bei warmen Frühlingstagen sitzt man ja gerne mal länger im Garten, war ja lange nicht drin. Doch sobald die Sonne Feierabend hat, wird es kalt und wird man zwar kurz für den griffbereiten Daunenmantel belächelt – und kurz darauf beneidet. Ebenso gab es nicht wenige (und zukünftig wahrscheinlich noch mehr) Weihnachten mit allerschönstem T-Shirt-Wetter. Warum also alle T-Shirts in eine Kiste packen?! Außerdem braucht man die ja ggf. auch mal für sportliche Aktivitäten.

Mein Lieblingsmitbewohner wünscht sich zwar, dass ich meine Wintersachen einmotte und hat dafür auch extra Aufbewahrungsmöglichkeiten organisiert. Ich ignoriere diesen Wunsch allerdings geflissentlich. Solange ich alles in den für mich reservierten Schrankfächern unterbekomme, hat er kein Mitspracherecht. Nur Daunenmantel und Anorak werden im Hochsommer Platz auf der Stange machen. Wahrscheinlich aber nur solange, bis ich ihm an einem weniger lauen Sommerabend auf der Terrasse frierend und bibbernd die Ohren voll heule – wobei er dann sicher wieder den liebevollen Pragmatiker raushängen lässt, und mir einfach eine Decke holt…

Mal abgesehen von unvorhersehbaren Wetterkapriolen lassen sich viele Kleidungsstücke auch wunderbar außerhalb ihrer gewöhnlichen Nutzung wunderbar kombinieren. Die leichte Sommerbluse unter dem dicken Winterpulli gibt nicht nur zusätzlich warm sondern pimpt diesen auch optisch, wenn Kragen und Ärmel hervorschauen. Ebenso kann ich besagten Winterpulli auch statt  Übergangsjacke nutzen. Und ob man jetzt einen Rock oder ein Sommerkleid dazu kombiniert hat, kann ein Außenstehender sowieso nicht wissen. Ganz nach dem Motto „mehr Auswahl, weniger Langeweile“. Hauptsache, man selbst fühlt sich wohl!

Meinetwegen kann jeder seinen Schrank saisonal umräumen und kapseln, so viel er mag. Ich derweil genieße es, lediglich den Stapel mit den warmen Pullis im Sommer etwas weiter nach hinten zu schieben und ansonsten keinen Aufwand mit dem Schrankinhalt zu haben. Über die perfekte Anzahl an Kleidungsstücken kann man streiten – muss man aber nicht!

44 thoughts on “Inventur – jetzt doch!

  1. Spannend, Danke für den Einblick in Deinem Schrank und die Referenzierung. Ich finde ich es genau richtig und gut, dass Du die Tabelle auf Deine Bedürfnisse inhaltlich und optisch angepasst hast. Genau so ist sie gemeint: als Anregung, etwas für Dich Passendes daraus zu machen.

    Bei Oberteilen, Hosen und Kleidern liegen wir recht ähnlich. Meine Zahl ist insgesamt nur geringer, weil Sportkleidung und sämtliche Unterwäsche und Strumpfhosen/Leggings und Schmuck nicht dabei sind.

    Die absoluten Zahlen finde ich gar nicht wichtig bei der Inventur. Die Erkenntnis, wovon mehr da ist oder weniger, als man sich wünschen würde, ist das Ziel für mich. Und ein Überblick über den Bestand, wenn man den vorher nicht hatte, was bei Sammlern wirklich oft vorkommt.

    Die Idee der Capsule Wardrobe mit 33 oder 37 oder wie viel Teilen auch immer pro Quartal liegt mir auch nicht. Ich möchte aus meinem kleinen Sortiment immer Zugriff auf alles haben. Das schließt nicht aus, die mobile Bettdecke Ende April von der Garderobe in ein freien Schrankfach umziehen zu lassen und drei dicke Wollpullover zusammen mit Schals und Mützen mottensicher (so die Hoffnung) einzupacken, aber ich kann da jederzeit ran, wenn ich es möchte. Mein Schuhschrank hat vier Schubladen, von denen zwei schwer zu bestücken sind. Da schaue ich dann halt, dass ich im April und September etwa die Schuhe etwas unsortiert, so dass die in den praktischen Schubladen liegen, die ich in der Zeit öfter trage.

    Einen schönen Abend wünscht Dir
    Ines

    1. Momentan habe ich noch nicht den Eindruck, ich könnte die mobile Bettdecke überhaupt mal weiter nach hinten in den Schrank räumen. Andererseits wehre ich mich schon dagegen, sie anzuziehen und muss so langsam echt aufpassen, dass ich mir keine Erkältung einfange, wenn ich nur mit Strickjacken versuche den eisigen Temperaturen zu trotzen.
      Eine meiner Hosen wird wohl bald in ihre ewigen Modegründe verschwinden, vielleicht lege ich den Fokus dann mal mehr auf Röcke. Eigentlich trag ich die zur Abwechslung ganz gerne und dafür hängen echt wenige im Schrank. Wobei mir das auch schon vorm Zählen klar war. Und die meisten Röcke kann man wunderbar das ganze Jahr über kombinieren – da wird dann das Umräumen ganz überflüssig 😁
      LG
      Vanessa

    1. Dabei wäre dein Schrankinhalt bestimmt besonders spannend, bei deinem Händchen für und Wissen über Mode. Deine Fotos mit deinen Second Hand Eroberungen und Nähkünsten lassen ja schon auf einen einmaligen Schrank voller Schätze schließen 😃

  2. Ich habe heute den Winter aus meinem Schrank ausquartiert – muss zumindest teilweise leider sein, weil der Schrank einfach zu klein ist. Und bin tatsächlich in Versuchung gekommen, mal durchzuzählen. Aber ich habe mich dann doch noch stoppen können. Außer bei den T-Shirts. Es sind acht. Könnte daran liegen, dass ich lieber Blusen trage 🙂
    Ansonsten lege ich jetzt mal Wert darauf, dass gepolsterte Radhandschuhe keinesfalls auf ein Weichei hinweisen! Ich hab auch welche und die sind total prima, wenn man im Gelände fährt, wo man den Lenker wirklich festhalten muss. Also bitte, das ist Verkehrssicherheit 🙂
    Liebe Grüße
    Fran

    1. Blusen würde ich gerne öfters tragen, ich bügle aber so überhaupt nicht gerne. Dabei sieht man damit sofort gut angezogen aus und mit Jeans finde ich die super schick! Immerhin steht das Bügelbrett jetzt wieder (musste Handwerkerbedingt einige – viele – Tage weichen) und ich kann meine wenigen Exemplare jetzt wieder bereit machen zum Tragen.
      Mit dem Rad ins Gelände – da muss ich noch üben. Immerhin bin ich wohl schon ganz gut gerüstet, nur um einen Helm drücke ich mich noch.
      LG
      Vanessa

      1. Tse. Ok, ich kann es verstehen. Aber seitdem ich erfahren habe, wie schnell so ein Gehirn kaputt geht, trage ich Helm. Alles andere könnte ich mir nicht verzeihen, wenn wirklich mal was passiert.
        Liebe Grüße
        Fran

  3. Ich glaub ich hab sie mir jetzt geholt die Erkältung, 🥴
    Du hast das ja total akribisch gemacht, ich musste lachen, weil Du beinahe die Unterwäsche, die Du anhast, vergessen hättest. Danke für die Erwähnung, Ich finds klasse, wie Du die Tabelle angepasst hast. Ich war zu unfähig dazu und konnte sie dann auch nur in meinen Blog basteln, weil mir mein IT Sohn den Shift-Windows-C Trick gezeigt hat. Psst er hat mich erwischt, wie ich die Tabellen abfotografieren wollte.😂
    Du kommst kommst schon eher an Ines ran. Wenn ich alles zähle, wie Du, bin ich bestimmt bei doppelt so viel, schon wegen der Accessoires. Die Sportkleidung ist es bei mir jedenfalls nicht.🤭
    Ich nehme mal an vieles ist schwarz bei Dir?!
    Außer Kaschmir und Winterjacke, wird bei mir auch nichts verstaut. Wie Du brauche ich im Winter auch Shirts.
    Ich wünsche Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

    1. Das mit dem Foto ist wirklich ein bisschen umständlich, aber funktioniert hätte es auch. Frau muss sich halt nur zu helfen wissen 😃
      So akribisch war es am Ende auch gar nicht, tatsächlich hatte ich das meiste im Kopf – bis auf die Zahlen bei T-Shirts, Ohrringen und Wäsche. Und dann geht´s schneller, ohne Ausnahmen alles durchzugehen, als sich zu überlegen, zu welcher Kategorie ein Teil jetzt gehört. Die meiste Zeit habe ich wahrscheinlich mit der Tabelle selbst verbracht – sowas mache ich gerne (auch bei der Arbeit) und dann geht mal schnell einige Zeit ins Land…
      Liebe Grüße und gute Besserung!
      Vanessa

  4. Bei anderen „Mitstreiterinnen“ lese ich die Tabellen und Auflistungen immer gern. Selbst hatte ich noch nie die Muße, meinen Kleiderschrank durchzugehen. Die Sachen werden bei mir auch nicht nach Sommer und Winter in verschiedene Schränke sortiert. Ich schichte gern und dann brauche ich tatsächlich auch im Sommer schon mal wärmere Kleidung.
    Die ganz dicken Pullover kommen im Sommer nach hinten und im Winter nach vorn. Es ist trotzdem immer alles greifbar.
    Für Schuhe habe ich einen separaten Schrank. Und ganz dicke Jacken werden tatsächlich im Sommer umgepackt.

    „Ausmisten“ tue ich regelmäßig. Manches geht ja doch kaputt oder passt nicht mehr.

    Liebe Grüße
    Sabine

    1. Bei mir misten sich die Dinge eher selber aus, manches ist schon ziemlich abgetragen. Was ich nicht flicken kann bzw. wenn der Stoff völlig durch ist, muss es halt weg. Gerade dann ist es ja ganz praktisch, wenn man z.B. das abgetragene T-Shirt im Winter noch für drunter nutzen kann, statt es im Frühling mit Schrecken aus der Sommer-Kiste zu holen. Bei den Schuhen nutze ich auch den Stauraum, der sich im Haus halt bietet. Die Stiefel passen nicht in der Schuhschrank und der Mann beansprucht da auch noch etwas Platz. Also hab ich die im alten Sideboard in der Leseecke untergebracht, da sind sie auch griffbereit 😊
      LG
      Vanessa

  5. Also ein Tortendiagramm zum Schrankinhalt ist ja wohl großartig! 😀 Nie wäre ich auf so eine Idee gekommen.
    Ich weiß nie, was sich in meinem Schrank befindet. Vor ein paar Jahren hab ich mir mal eine schwarze Strickjacke gekauft „weil ich unbedingt eine brauchte“, und wollte sie dann auf den Bügel hängen, auf dem sich bereits eine befand, deren Existenz mir nicht erinnerlich war… Ab und zu wird es zu eng, dann wühle ich einmal alles durch und sortiere aus, was nicht mehr passt oder nicht mehr getragen wird. Aber Übersicht hab ich tatsächlich keine. Passend zu meinem restlichen Dasein.
    LG
    Centi

    1. Hat wohl jeder seine dunkle Ecke – in jungen Jahren hab ich mir auch schon eine CD doppelt gekauft. Mein Onkel – passionierter Plattensammler – hat genau aus dem Grund seit jeher eine Excel-Tabelle. Schwierig wird es bei mir mit Büchern, da ich die ja weitergebe. Da weiß ich tatsächlich nicht mehr, was ich schon so alles gelesen hab und hatte schon mehrfach Bücher in der Hand, bei denen ich nach ein paar Seiten festgestellt hab, dass ich die doch schon kenne. Da ist das mit der Übersicht wohl zu spät, also nehme ich es gelassen – und trage sie einfach wieder zurück in den Bücherschrank. Würde ich mit doppelt gekaufter Kleidung auch machen (natürlich nicht in den Bücherschrank aber man hat ja ein Rückgaberecht).
      LG
      Vanessa

  6. Ich miste zwar auch regelmäßig aus, aber Inventur hab ich noch nicht gemacht. Ich bin da ganz bei Dir, das mit der Kapsel-Garderobe liest sich zwar schick und hat auch Vorteile. Ich könnte das so nicht umsetzen. Zum einen genau wie bei Dir, weil man sich in unseren Breitengraden nicht so auf die Jahreszeiten verlassen kann. Zum anderen bei mir auch, weil ich an Bord doch nochmal andere Kleidung brauche als zuhause.
    Früher hab ich Sommer und Wintergarderobe auch aus Platzgründen umgeräumt. Aber jetzt sind die Kinder aus dem Haus und ich nutze einen alten Schrank unseres Sohnes jetzt noch zusätzlich zu unserem. So kann ich mir das lästige Umräumen umsparen und alles bleibt ganzjährig im Schrank.
    Liebe Grüße
    Britta

    1. Oft ist so ein Beitrag zu Kapselgarderobe ja mehr eine Einladung, neue Kleidung zu kaufen. Da sind immer dermaßen viele Shopping-Tipps dabei, dass man meinen könnte, die Leute wären vorher nackt rumgelaufen 😉. Das der Schrankinhalt zum Leben passt, ist wichtig. Ich kann mir noch so viele schicke Sommerkleidchen kaufen – wenn ich bei schönem Wetter lieber in der Gartenerde wühle (oder auf dem Wasser rumschippere), als im Straßencafé zu sitzen, hängen die nur ungenutzt im Schrank.
      LG
      Vanessa

  7. Interessant zu lesen welche Anzahl der jeweiligen Kleidungsstücke bei anderen vorhanden sind. Bei manchen Tabellen finde ich auch bemerkenswert, mit wie wenig man eigentlich auskommen könnte, trotz der 4 Jahreszeiten.
    Wenn man mal durchzählt, ist fast jeder von einem Teil seiner Tabelle überrascht.
    Wegen dem Beitrag von Tina bin ich momentan dabei meinen Schrankinhalt durchzugehen und zu ordnen. 😀
    Liebe Grüße

    1. Ja, da kommt wohl der innere Voyeurismus durch – bei mir auch 😄. Die ganz große Überraschung ist bei mir ausgeblieben, keine unbekannten Schrankleichen. Und das manches schon im Sterben liegt, war schon vorher klar – die Jeans ist ja nicht ohne Grund so abgetragen…
      Dann bin ich mal gespannt, wie es bei dir aussieht. Vielleicht schreibst du ja darüber 😉

  8. Eines fällt mir doch gleich auf: verglichen mit Tina sind deine 2 % von der Torte ja eher lächerlich! :-))) Hihi, meine natürlich die Handtaschen… und die Wäsche wirkt viel, aber auch nur, weil du sonst einen recht überschaubaren Kleiderschrank-Inhalt hast. Was natürlich absolut lobenswert ist im Zuge der Nachhaltigkeit.
    3 Paar Jeans sind wirklich überschaubar, aber klar, wie viele kann man auch gleichzeitig tragen? Von daher wirkt es so, als hättest du von allem ausreichend viel, und trotzdem insgesamt eher „wenig“, meine das aber positiv.
    Das erklärt natürlich auch, weshalb du mit dem Platz zurecht kommst und nicht „auslagern“ bzw. einkapseln musst. Bei mir ist der Schrank tatsächlich zu klein, deshalb mache ich das, Saison für Saison.
    Und mein Verständnis für die Aktion hast du auch, das Wetter gibt ja momentan nicht so viel her…! ;-DDD
    Liebe Grüße!

    1. Über einen zu kleinen Schrank kann ich tatsächlich nicht klagen. Es gab Zeiten, da hab ich meine Kleider in einem antiken Bücherschrank gelagert und später mal in Büroschränkchen – das war schon eher eine Herausforderung (zudem die Möglichkeit zum Hängen fehlte). Seit einigen Jahren haben wir einen richtig klassischen Kleiderschrank, der ist gefühlt so riesig, dass neben Kleidung für zwei Erwachsene auch Staubsauger und Getränkekisten dort Platz finden. Nur dem Mann sind seine Schrankfächer zu klein (theoretisch und mit etwas Tetris würde es ausreichen), da seine Sachen insgesamt naturgemäß ein bisschen voluminöser sind, als meine. Was so ein paar Zentimeter Körperlänge ausmachen!?
      Liebe Grüße!

  9. Schon erstaunlich, was zusammenkommt in so einem Schrank, nichtwahr? Auf die Idee, meine Klamotten durchzuzählen, bin ich jetzt noch nie gekommen. Aber auch ohne diese aufwändige Arbeit weiss ich, dass ich bestimmt nicht nur eine Capsule Wardrobe besitze, aber Meilen entfernt bin von dem, was andere als einen „normalen“ Kleiderbestand bezeichnen würden. Dass ich bezüglich Bekleidung nicht so ganz minimalstisch daherkomme, wie ich gerne würde, liegt auch daran, dass ich halt auch einiges an Anziehe für den Stall brauche, sommers wie v.a. winters. Den kleinsten Anteil an meiner „Inventar-Grafik“ stünde mit Sicherheit den Kategorien Schmuck, Accessoires, Schuhe und Taschen zu. Ich besitze so gut wie keinen Schmuck (abgesehen von ein paar Ohrringen, die ich aber nie trage, und ein paar Erbstücken, die in der Schatulle liegen). Ich nenne nur eine kleine Umhängetasche, die geerbte grössere Umhängetasche meiner Mutti und einen kleinen Rucksack mein eigen, das reicht völligst aus. Naja, ich bin eh‘ so absolut keine typische Frau, was das anbelangt; bei den Schuhen sieht es nicht anders aus….. 😁
    „Ausgemistet“ habe ich vor ca. einem Jahr mal; da war sehr wenig, was wirklich weg konnte. Ich habe so meine Bedenken, Kleidung in die Sammlung zu geben, weil ja inzwischen hinlänglich bekannt ist (oder sein sollte!), was schlussendlich mit dem grössten Teil davon passiert. Also achte ich seit langem von vornherein darauf, dass meine Bekleidung aus sehr gut zu recycelndem Material besteht (also am besten sortenrein daherkommt!). Praktisch alles (ausser Unterwäsche), was ich neu kaufe, wurde eh‘ aus Wolle, Baumwolle oder Leinen gefertigt. Das hat den nicht zu unterschätzenden Vorteil, dass die Sachen auch sehr angenehm zu tragen sind.
    Herzliche Grüsse!

    1. So eine robuste Zusatzgarderobe braucht man für manche Gelegenheiten einfach. Im Stall will man sich ja auch nicht ständig Sorgen machen, dass irgendwas dreckig werden könnte – wird es eh! Für den Garten hab ich auch eine bequeme Latzhose, die ich wirklich liebe. Was die Ohrringe angeht, sind wir das komplette Gegenteil – meine nehme ich nie raus und hab mich sogar dabei erwischt, wie ich dachte, dass ich ja öfters mal Schmuck tragen könnte. Dabei hab ich doch jeden Tag geschmückte Ohren, nehme das nur nicht mehr als solches wahr.
      Mode aus natürlichen Materialien ist gar nicht mehr so leicht zu finden. Finde ich aber nachahmenswert, dass du da so drauf achtest. Hab immer noch deinen Beitrag zu Fast Fashion im Kopf und würde den auch gerne in einem meiner Texte zu geplanter Obsoleszenz verlinken – hoffe, das ist okay für dich. Warum sich die Plastikmode so gut verkauft, verstehe ich gar nicht. Baumwolle und Co. sind doch so viel angenehmer auf der Haut – bei Wolle bin ich raus, die geht nicht mal mit Zwischenschicht bei mir. Außer gestrickte Wollsocken, die sind und bleiben meine Lieblinge!
      Viele liebe Grüße!

    1. Da ich nicht so viel im Schrank habe, würde ich mal behaupten, dass ich im Schnitt (und saisonal) sogar auf wohlwollende 80% komme – ist aber nur vermutet.
      LG
      Vanessa

  10. Danke für den Einblick in deinen Kleiderschrank. Auch ich sträube mich gegen eine Inventur. Aber ich führe eine Wunsch-/Brauchliste und versuche, für ein neues ein altes Teil auszusortieren. Klappt semi, weil ich meine Sachen sehr liebe (sonst hätte ich sie nicht gekauft).
    Für mich ist eine Capsule Wardrobe mein always go to Grundstock, auf den ich immer zurückgreifen kann, wo alles miteinander passt und mit dem ich kombinieren kann. Sonst
    Liebe Grüße
    Nicole

    1. Wenn man die Kapselgarderobe so definiert, ist mein ganzer Schrank eine einzige große Kapsel 😄. Da lässt sich fast alles miteinander kombinieren. Da ich auch nur potentielle Lieblingssachen kaufe, geht es mir ähnlich wie dir. Und wenn dann doch mal was durch ist, finde ich oft keinen adäquaten Ersatz. Daher habe ich keine Eins-rein-Eins-raus-Regel sondern bin einfach froh, wenn ich mal an ein neues Lieblingsteil ran laufe – passiert selten genug.
      Liebe Grüße
      Vanessa

  11. Nachdem ich im letzten Jahr 25 kg abgenommen habe, war es nötig, meinen Kleiderschrank aufzuräumen. Ich habs gut überlegt. Nie wieder werde ich diese Klamotten brauchen. Ich schwöööre. Jetzt wäre eine vergleichbare Liste entsprechend kürzer. Sie wäre noch viel kürzer, wenn meine Frau ein Einsehen hätte. Aber sie sagt dann immer: Doch, eine Jeans brauchst du noch. Ich finde nicht. Trotzdem kaufen wir sie dann. Das könnte ich vlt. stoppen, in dem ich einfach auch mal Inventur mache.

    1. Mit 25 kg weniger stelle ich mir das Ausmisten extrem befreiend vor – verständlich, dass das nicht verhandelbar ist.
      Lass deine Frau ruhig shoppen. Mein Mann hat sich immer geweigert, das eine und einzige Jeansmodell, dass er getragen hat, auf Vorrat zu kaufen. Dass das mal nicht mehr erhältlich sein könnte, wollte er nicht glauben. Alles was dann folgte, kann man sich denken… und da der Herr alleine für seinen Schrankinhalt verantwortlich ist, ist das auch sein Problem! Hosenkaufen ist heute ein absoluter Albtraum und mittlerweile weigere ich mich, mit ihm Jeans einkaufen zu gehen. Nicht mal online verläuft das befriedigend, da immer mal am Design geschraubt wird und das gleiche Modell dann nicht mehr das gleiche ist. Könnte ich eine Zeitreise machen, würde ich ihm so viele Jeans kaufen, dass es bis ans Lebensende reicht – wäre gut investiertes Geld 😉

  12. Liebe Queen All!
    Das motiviert mich doch total, meine Klamotten wieder auszumisten – und viele andere Dinge auch. Meine zuweilen bessere Hälfte (hihihi) und ich planen eventuell demnächst umzuziehen. Dieses Mal allerdings nicht in so einer Hauruck-Aktion wie das letze Mal und ich will so wenig Umzugskisten wie möglich packen müssen. Also muss vorher alles unnötige weg.
    GLG
    Miriam

    1. Guter Plan – lieber vor dem Umzug ausmisten, als Jahre später noch unausgepackte Kisten im Keller stehen zu haben. Da hab ich mir schon einige Klagen von Kollegen anhören dürfen. Einer hat doch tatsächlich seine Umzugshelfer bestechen wollen, einen bestimmten Karton im Gegenzug für eine Kiste Bier fallen zu lassen. Die ist natürlich unbeschadet im neuen Heim angekommen. Wir mutmaßen, dass seine Frau mit zwei Kisten Bier besser verhandelt hat 😉
      Viel Erfolg und liebe Grüße
      Queen All

  13. Ich bin zum ersten Mal hier und weiß nicht, warum ich deinen Blog nicht schon früher entdeckt habe, alles, was ich bisher gelesen habe, hat mir sehr gut gefallen und ich finde deine Art zu schreiben sehr interessant. Einschließlich dieses Artikels heute.
    Ich kann mir nicht vorstellen, die gleiche Inventur durchzuführen, aber ich bewundere diejenigen, die das tun. Ich bin kein Minimalist, aber ich habe Klamotten, die ich schon seit vielen Jahren trage, weil sie klassisch und von guter Qualität sind, und ich durchsuche auch ständig meine Klamotten, die mir aus irgendeinem Grund nicht mehr passen. Das reicht mir und meiner Garderobe vorerst!;)
    Liebe Grüße und einen wunderschönen Sonntag!
    Claudia

    1. Dann herzlich willkommen! Schön, dass du vorbei schaust und vielen Dank für die Komplimente 🤗
      Mit einer klassischen und hochwertigen Garderobe ist man ja quasi umfänglich versorgt und sorgenfrei! Eine Inventur brauchts dafür nicht und jetzt wo das Wetter wieder schöner ist, hätte ich auch keine Zeit dafür. Da führe ich lieber die Sommergarderobe aus – und wenn´s nur im Garten ist.
      Dir auch einen schönen Restsonntag!

  14. Ich gestehe, ich habe viel zu viele Klamotten. Die haben sich mit den Jahren angesammelt, da sich meine Figur bisher kaum verändert hat. Meistens verkaufe ich etwas und kaufe mir dafür etwas- second hand, um etwas Abwechslung zu bekommen.
    Liebe Grüße!

    1. Es gibt ja keine Vorgabe, was zu viel sei. Wenn es für dich passt (und dir passt 👍) und du alles trägst, warum nicht!? Und man kann ja auch mal neue Kombinationen ausprobieren, dann gibt’s auch mehr Abwechslung.
      LG
      Vanessa

  15. Wenn es um Klamotten geht, bin ich (leider) eher weniger minimalistisch unterwegs. Ich schaue zwar regelmäßig alles durch, sortiere aus, und verkaufe/verschenke das, was nicht mehr gebraucht wird (meistens immer dann wenn ich die Sommer- bzw. Wintersachen aus dem Keller hole und neu einsortiere). Aber ich mag es, die Auswahl zu haben bei dem was ich anziehe.

    1. Ich meine, es waren nur 40% unseres Kleiderschrankinhalts, die wir überhaupt tragen. Wenn man die ungenutzten Prozent einfach weglässt, und nur Kleidung behält, die man auch trägt, ist doch die Gesamtzahl egal. Ich finde es auch schön, dass ich nicht jeden Tag den selben Look tragen muss und nach Lust und Laune auswählen kann.

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